Spider Solitär

Spiele Spider Solitär kostenlos online — ohne Download, ohne Anmeldung, im Vollbild auf jedem Gerät. Gespielt wird mit zwei vollständigen Kartendecks, also 104 Karten, und das Ziel ist, acht komplette Reihen vom König bis zum Ass in derselben Farbe zu bilden. Wähle zwischen 1, 2 oder 4 Farben, hol dir Tipps per Hinweis-Funktion und mach Züge unbegrenzt rückgängig.

Inhalt: Was ist Spider Solitär · Der Aufbau · Regeln · 1, 2 oder 4 Farben · Strategie · Gewinnchancen · Punkte · Steuerung · Spider vs. klassisches Solitär · Geschichte · Häufige Fragen

Was ist Spider Solitär?

Spider Solitär — international Spider Solitaire — ist eine Patience mit zwei vollständigen Decks: 104 Karten. Ziel ist es, acht vollständige Reihen vom König bis zum Ass zu bilden, jede in einer einzigen Farbe. Sobald eine Reihe komplett ist, verlässt sie das Spielfeld automatisch; sind alle acht geschafft, hast du gewonnen. Daher auch der Name: acht Reihen — wie die acht Beine einer Spinne.

Anders als beim klassischen Solitär, wo die Verteilung der Karten viel entscheidet, ist Spider ein echtes Strategiespiel: Dieselbe Ausgangslage lässt sich gewinnen oder verspielen, je nachdem, in welcher Reihenfolge du ziehst. Genau deshalb fesselt es Millionen von Spielern, seit Microsoft es mit Windows ausgeliefert hat.

Der Aufbau

Zu Beginn werden 54 Karten auf 10 Spalten verteilt: je sechs Karten in den ersten vier Spalten, je fünf in den übrigen sechs. Nur die oberste Karte jeder Spalte liegt offen. Die restlichen 50 Karten warten im Talon in der Ecke des Spielfelds — fünf künftige Austeilungen zu je 10 Karten, eine für jede Spalte.

Spider Solitär Regeln

1, 2 oder 4 Farben?

Spider Solitär ist eigentlich drei Spiele in einem, und die Farbenzahl ist sein Schwierigkeitsregler:

Ein vernünftiger Weg: Gewinne ein paar Partien mit 1 Farbe, wechsle zu 2 Farben, bis du öfter gewinnst als verlierst, und betrachte 4 Farben als Langzeitprojekt.

Strategie: So gewinnst du öfter

  1. Baue farbrein, wann immer du die Wahl hast. Die Herz 7 auf die Herz 8 statt auf die Pik 8 zu legen kostet jetzt nichts — und hält den Stapel später beweglich.
  2. Schaffe früh leere Spalten — und setze sie überlegt ein. Eine leere Spalte ist ein kostenloser Parkplatz, über den du ganze Stapel umsortieren kannst. Die Spalten mit fünf Karten sind am schnellsten leer.
  3. Decke verdeckte Karten vor allem anderen auf. Jede aufgedeckte Karte bringt Optionen; bereits offene Karten hübsch zu ordnen bringt keine.
  4. Baue nicht ohne Grund auf Könige. Ein König kann nie auf etwas gelegt werden — er verlässt seine Spalte nur als fertige Reihe. Alles, was du auf ihn stapelst, ist begraben.
  5. Räume auf, bevor du gibst. Jede Austeilung wirft je eine Karte auf sämtliche Spalten, zerreißt Reihen und verdeckt deine Arbeit. Mach zuerst alle Züge, die Karten aufdecken oder farbreine Reihen verlängern — und gib möglichst nicht auf eine leere Spalte.
  6. Nutze Rückgängig zum Erkunden. Unbegrenztes Rückgängig heißt: Eine Sackgasse ist Information, keine Niederlage. Probiere eine Variante, sieh nach, was vergraben liegt, geh zurück und spiele die bessere Reihenfolge.
  7. Brich die Farbreihe mit Absicht, nicht aus Gewohnheit. Ein farbfremder Zug ist gut, wenn er ein Aufdecken ermöglicht oder eine Spalte rettet — denk nur daran, dass dieser Stapel später eine leere Spalte zum Entwirren braucht.

Lässt sich jede Partie gewinnen?

Fast. Computeranalysen zeigen, dass die große Mehrheit der Spider-Verteilungen grundsätzlich lösbar ist — mit 1 Farbe lässt sich praktisch jede Partie nach Hause bringen, und selbst mit 4 Farben steckt in den meisten Verteilungen ein Gewinnweg, wenn man ihn findet. Menschliche Ergebnisse sind eine andere Sache: Erfahrene Spieler gewinnen fast alle Partien mit 1 Farbe, etwa die Hälfte oder mehr mit 2 Farben — und feiern jeden Sieg mit 4 Farben als das, was er ist. Mit unbegrenztem Rückgängig steigen die Zahlen steil — genau deshalb beschränken wir es nicht.

Punkte

Diese Seite nutzt die klassische Microsoft-Wertung: Du startest mit 500 Punkten, jeder Zug kostet 1 Punkt, jede vollständige Reihe bringt 100 Punkte. Ein Sieg landet damit meist zwischen 1.000 und 1.200 — alles über 1.200 spricht für eine bemerkenswert sparsame Partie. Züge und Zeit werden mitgezählt, du kannst also auf beiden Wegen gegen dich selbst antreten.

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Spider vs. klassisches Solitär

Klondike — das klassische Solitär — wird mit einem Deck gespielt, die Grundstapel wachsen farbweise vom Ass aufwärts, und der Talon wird Karte für Karte durchgeblättert. Spider nutzt zwei Decks, die Reihen entstehen vom König abwärts direkt in den Spalten, und jede Austeilung vom Talon bedeckt alle zehn Spalten auf einmal. Klondike ist schneller und glückslastiger; Spider ist länger, tiefer und belohnt, wer mehrere Züge vorausdenkt. Wer das eine mag, findet im anderen den natürlichen nächsten Schritt.

Eine kurze Geschichte

Spider taucht in den 1930er- und 40er-Jahren in amerikanischen Kartenspielsammlungen auf, schon damals als Patience für denkende Spieler — sie gilt als Lieblingsspiel von Franklin D. Roosevelt. Weltberühmt wurde das Spiel aber mit Windows: Microsoft lieferte Spider Solitaire ab Windows Me mit aus, und für Hunderte Millionen Menschen wurde es ganz nebenbei zu einer Art, mit den Händen zu denken. Die Version vor dir bewahrt genau dieses klassische Gefühl — gleiche Regeln, gleiche Wertung — ganz ohne Download.

Häufige Fragen

Wie spielt man Spider Solitär?

Lege Karten absteigend aufeinander und bilde farbreine Reihen vom König bis zum Ass. Eine einzelne Karte darf auf jede Karte, die einen Rang höher ist — egal welcher Farbe. Nur farbreine Folgen wandern als Gruppe. Gehen die Züge aus, gibst du 10 neue Karten vom Talon. Acht fertige Reihen bedeuten Sieg.

Darf man Karten verschiedener Farben aufeinanderlegen?

Ja — eine einzelne Karte darf auf jede um eins höhere Karte, gleich welcher Farbe. Der Haken: Ein gemischter Stapel bewegt sich nur Karte für Karte, eine farbreine Reihe dagegen als Block. Diese Asymmetrie ist das Herz der Spider-Strategie.

Warum kann man in manchen Versionen nicht immer geben?

Die Original-Regel von Microsoft blockiert die Austeilung, solange eine Spalte leer ist. Hier ist das Geben immer möglich, damit du nie künstlich festhängst — doch der Rat hinter der strengen Regel gilt weiter: Füll erst die leeren Spalten, sonst verschwendet die neue Austeilung sie.

Ist jede Partie Spider Solitär lösbar?

Fast alle Verteilungen sind theoretisch lösbar, praktisch aber nicht — mit 4 Farben verlieren selbst starke Spieler ohne Rückgängig die meisten Partien. Wirkt eine Partie unmöglich, fehlt ihr vermutlich nur eine andere Zugreihenfolge; Rückgängig ist der ehrliche Weg, sie zu finden.

Was ist eine gute Punktzahl?

Mit der klassischen Wertung (500 zum Start, −1 pro Zug, +100 pro Reihe) ist jeder Sieg solide, über 1.100 stark, und über 1.200 heißt: kaum ein Zug verschwendet.

Ist Spider Solitär gut fürs Gehirn?

Es ist echtes Planungstraining — du wägst Zugreihenfolgen ab, merkst dir verdeckte Karten und haushaltest mit einer knappen Ressource: den leeren Spalten. Kein Spiel sollte Gesundheitswunder versprechen, aber als tägliche Denksport-Einheit hat Spider mehr Substanz als fast jede andere Patience.

Petra Ravensburg

Petra Ravensburg

Petra Ravensburg ist gebürtige Deutsche und im Schwarzwald aufgewachsen, wo sie die Schule Birklehof in Hinterzarten besucht hat. Nach dem Studium hat sie viele Jahre in England gelebt, ist dann erst wieder nach Deutschland gezogen und schließlich, nach drei Jahren im Norden Schottlands, nach Italien.

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